„Verzeihung“

„Unser Leben ist ein Produkt unserer Gedanken“. Schreibt Marcus Aurelius. Und wenn ich versuche aus dem Leben ein Kunstwerk zu machen, dann schließt sich der Kreis, auf dem ich ständig geradeaus laufe.

„das gibt’s net“

Komm großer schwarzer Vogel, komm zu mir! / Spann’ Deine weiten, sanften Flügel aus / und leg’s auf meine Fieberaugen! / Bitte, hol‘ mich weg von da! / Und dann fliegen wir rauf, mitten in Himmel rein, / in a neue Zeit, in a neue Welt. / Und ich werd‘ singen, ich werd‘ lachen, / ich werd‘ „das gibt’s net“, schrei’n, / weil ich werd‘ auf einmal kapieren / worum sich alles dreht. (Tim Fischer)

Es geht in meinen Bilder um Liebe. Um Trauerverarbeitung. Ich kann und ich will es nicht anders haben, möchte es zulassen, möchte es fühlen. Und freue mich, wenn ich dann zum Beispiel von meinem Freund Volker Belghaus höre: „… bin Deinem Link zum Blog gefolgt, habe mit einem Kloß im Hals, aber zunehmend mit einem kleinen Lächeln gelesen – einfach, weil das so traurig ist, aber auch alles so sehr Du, so detlefbachig und so angemessen ist, das zu verarbeiten und damit umzugehen.“ Danke für all die tröstenden Worte. Ich werd‘ wieder singen, ich werd‘ wieder lachen! Ich weiß, worum sich alles dreht.

Nie sollst Du mich befragen?

Boote oder Mauern. Klimaerwärmung. Flüchtlingsdramen zu Lande, zu Wasser. Als Thema. Grenzenloses, unindividuelles, weil tausendfaches Leid. Das geht in der zeitgenössischen Kunst ohne Schwierigkeit als Motiv durch. Aber der Tod der Mutter? „Wie sonderbar! Träumt er? Ist er entrückt?“

Der Journalist  Andreas Keablitz beschreibt in der F.A.Z.Edition, dass der Philosoph Michel Foucault viel über den Begriff des Autors und dessen Verhältnis zum Text gesprochen habe. Der Autor ist bei Foucault in einer seiner vielfältigen Facetten und Funktionen auch als eine empirische Instanz zu fassen, in der die unterschiedlichen Ego-Rollen des Diskurses ihren gemeinsamen Ermöglichungsgrund besitzen.

Von dieser weithin noch zu leistenden Arbeit dürfte nicht zuletzt die noch immer wie ein Glaubenssatz gehandhabte, allzu simple literaturwissenschaftliche Unterscheidung zwischen Autor und Erzähler profitieren…

Es ist die für Foucault so typische Verwischung der Grenze zwischen Wörtlichkeit und Metaphorik, die bei ihm als Philosophen zum Tragen kommt. Foucaults Modell der Theoretisierung des Autors bietet letztlich aber die Möglichkeit, den Produzenten von bildender Kunst oder Musik ähnlich zu befragen und Voraussetzungen für einen Vergleich der verschiedenen Urheber von Kunstwerken zu schaffen.

Dabei wird man nicht zuletzt zu klären haben, warum man dem Autor und seinem Verhältnis zu seinem Werk so viel mehr Interesse als einem Maler oder Komponisten und ihrer Beziehung zu dem ihren entgegengebracht hat…

& Nun sei bedankt, mein lieber Schwan! / Zieh durch die weite Flut zurück, / dahin, woher mich trug dein Kahn, / kehr wieder nur zu unsrem Glück! / Drum sei getreu dein Dienst getan! / Leb wohl, leb wohl, mein lieber Schwan!…