Unmöglich, wenn man nicht daran glaubt!

Es gibt einen Ort, wie keinen anderen auf der Welt… Ich nenne diesen Ort „mein Atelier“. Es heißt, um dort zu überleben, muss man schon verrückt sein wie ein Hutmacher. Glücklicherweise bin ich das… &  Auf der Suche nach neuen „Hölderlin-Mengen“ komme ich dort oft an sehr schönen Hermaphroditen vorbei. Und die Lieb′ auch heftet fleißig die Augen, Was bleibet aber, stiften die Dichter.

Andenken

Wo die Bewegung des Erinnerns bei den Bildern innehält, kommt sie doch nicht zur Ruhe. Denn auch in der erinnerten Welt ist alles in Bewegung. (Rüdiger Safranski)

Pietà

Ich sehe was, was du nicht siehst…? 

Für den Philosophen Ludwig Wittgenstein ist die Frage des Aspektwechsels eine Frage der Fähigkeit, „etwas als etwas zu sehen“. Denjenigen, dem diese Fähigkeit abgeht, nennt Wittgenstein „aspektblind“. Aspektblindheit ist mit Farbenblindheit oder mit „dem Mangel des ‚musikalischen Gehörs’“ vergleichbar. (Wittgenstein 1984, 552) Der Aspektblinde vermag zwar in dem Sinne ein Bild „einmal so und einmal so zu sehen“, dass er auf die Frage, was er sieht, sagen könnte: „Das ist ein Hase.“ Oder: „Das ist eine Ente.“ Es würde für ihn aber nicht der eine „Aspekt in den anderen überspringen“, so dass er ausriefe: „Ah, jetzt sehe ich es als …!“ Der Aspektwechsel kann nur vom Sehenden erlebt werden. Er zeigt sich (uns) durch sein Staunen.

Die Liebenden (Romeo & Julia)

Julia: Wer bist du, der hier, in Nacht gehüllt, mein einsames Selbstgespräche belauscht? – Romeo: Durch einen Namen weiß ich dir nicht zu sagen, wer ich bin; mein Name, theure Heilige, ist mir selbst verhaßt, weil er ein Feind von dir ist. Ich wollt‘ ihn zerreissen, wenn ich ihn geschrieben hätte…

Kalendersprüche / Weisheiten für jeden Tag des Jahres

Tagebücher (wie dieser Blog) archivieren mir die Last/Lust der Vergangenheit, die sich schamlos mit der eigenen Gegenwart einlässt. Mein Ich beschreibt, wie es in Position geht. Ein späteres Ich stellt dann fest, wie falsch oder richtig es ist/war, positioniert sich selber neu und so fort… Eigene Texte verschwimmen im Dunkeln. Jedes Ich schreibt sich blind. Vom Anfang bis Ende kuscheln sich Bilder unter meinen Lidern, die ohnmächtig an einer Wand herunterrutschen, wie zähflüssiger Honig. Meine Zunge rudert durch die Worte, die meine Finger choreografieren, so als wären es Bälle, Keulen, Bänder, die ich zur Hand nehme, um anzugeben vor mir selbst. Ich gehe von Schweigen zu Schweigen. Und schubse mich weiter von Wort zu Wort. Satzniederschläge lassen schnell den Keller voll laufen, der all meine Bilder beinhaltet. In Gläsern regaleweit eingemacht für dürre Zeiten.

Kunst=Reflexionen

…will sagen …“Sun sun sun / Burn burn burn / MOON, MOON, MOON / I will get you…“ denn was bedeutet mir Kunst anderes als solche schlaglichtartigen, fast irren Betrachtungen/Beschreibungen über die Bedingungen des Menschseins… „Some outlaws lived by the side of the lake / The minister’s daughter’s in love with the snake / Who lives in a well by the side of the road / Wake up, girl! We’re almost home / We should see the gates by mornin’ / We should be inside by evening / I am the lizard king / I can do anything*“… = KUNST

(* Jim Morrison)