Das andere Kind

„Das Kind“, schreibt mir Jacques Lacan auf eine meiner Zeichnungen, „identifiziert sich mit dem Bild, das außerhalb von ihm liegt. Sei es sein eigenes Spiegelbild oder das Bild eines anderen Kindes.“

Ich ist das andere Kind.

Gedanken, Erinnrungen, die in der Welt versanken…

„Ein Gedicht ist nicht das Gekritzel auf einer Seite.“ So sagt/schreibt der Philosoph Timothy Morton. Das stimmt. Das Gedicht hinterlässt Spuren, genauso wie ein Bild. Die Anwesenheit von solchen Spuren, bezeugen die Abwesenheit einer gestaltenden Person, die ich war oder zugleich auch nicht… alle Spuren lassen offen, wie der Betrachter/Leser die ihnen zugrunde liegende Idee erfassen möchte. In dem Gedicht, wie auch in dem Bild dazu, bin ich nicht mehr der Erdenschwere verpflichtet. Ich bin frei.