Unsere Augen verschaffen uns eine Menge Freude

Es gab eine Zeit, in der das Wünschen noch geholfen hat. Denn es war die Zeit, in der ein Anfang kein Ende suchte. Wie so vieles, so waren auch Anfang und Ende nicht voneinander getrennt wurden. Ein einzelner Keim beherbergte keine Blüte, die er bei Bedarf der Sonne präsentierte. Vielmehr war es so, dass der winzigkleine Keim selber schon eine wunderbare Blüte darstellte, ohne es recht zu begreifen. Diese Zeit, von der ich hier rede, hatte etwas Märchenhaftes an sich. Etwas, was weit vor den heutigen Geschehnissen angesiedelt war und mit den Dingen, wie wir sie zu kennen glauben, nichts gemein hat.

nach und nach

Nach und nach beginnt der Künstler ernsthaft zu glauben, ein bestimmtes Ereignis habe genau so stattgefunden…

Kunst oder Suggestion kann zu falschen Erinnerungen führen und nur, weil eine Erinnerung mit Überzeugung, detailliert und emotional bewegt vorgetragen wird, muss das berichtete Ereignis nicht stattgefunden haben. Ich beziehe mich hier gerne auf Forschungsergebnisse von der Psychologin Elizabeth Loftus.

Erinnerungen, so Elizabeth Loftus, sind nicht nur die Summe dessen, was Menschen erlebten oder taten, sondern auch all dessen, was sie dachten, was man ihnen erzählte und woran sie glauben. In meinem Fall: Mein Glaube an die Kunst.

Kunst als eine subjektiv empfundener Plausibilität. Ist das nicht wunderbar?

Das Verständnis der Dichter

Das menschliche Gedächtnis ist anfällig für Suggestion.

Jederzeit bin ich bereit, Informationen als erinnert abzuspeichern, die auf anderem Weg als durch mein eigenes Erleben gewonnen wurden; mit anderen Worten: ich ergehe mich in Kunst.

Die ewige Frage nach dem Glück

Glück sei niemals das Ziel des Handelns, so heißt es in philosophischen Handbüchern. Friedrich Nietzsche sieht zum Beispiel im Glück eher das Gefühl einer Machtsteigerung, Sigmund Freud dagegen ein Gefühl der Lustempfindung. Und ich? Eine machtvolle Luststeigerung, die empfinde ich stets beim Malen. Dieses besondere Gefühl das mir gilt, in einer einzigen, nie enden wollenden Sekunde, dies bezeichne ich als mein wahres Glück.