Studiere die Vergangenheit, um die Zukunft zu erkennen*

Studiere die Vergangenheit, um die Zukunft zu erkennen*… so werden aus kiesel faustgrosse steine: konglomerate aus kristallen reiskügelchen und stäuben die um eine blaue sonne kreisen… ( *Meister Lie. Und Raoul Schrott; „ERSTE ERDE EPOS“) … eine blaue Vergangenheit… meine Vergangenheit, eine Landschaft aus Bildern unter einem unendlichen Nebenhimmel.

Nebenhimmel * Kosmogonie * Versuch an einem lebenden Tierherzen

Oja, mein Nebenhimmel ist gespickt mit Zitaten. Oft fällt mir aber leider gar nicht mehr ein, wer dieses oder jenes Bonmot sagte. War es Albert Einstein, Niklas Luhmann oder vielleicht Marie Luise Kaschnitz? Oje… all diese Intellektuellen. Ein leibhaftiger Verstoß gegen die Demokratie, denn torpedieren sie nicht durch ihre immense Bildung den Gleichheitsgedanken unserer Demokratie? Das wär ja blöd, dumm gelaufen. Stimmt; alle Menschen sind gleich. Bestimmte entwickeln sich weiter, werden zu einem Bergmassiv der Ästhetik, an dem viele von uns abzustürzen drohen. Oder sich die Zähne ausbeißen.

Wer Grips hat, verliert auch schonmal den Verstand. Aber das Risiko gehe ich allzu gerne ein, wenn ich mich auf meinen Weg mache…

 

Kalendersprüche / Weisheiten für jeden Tag des Jahres

Tagebücher (wie dieser Blog) archivieren mir die Last/Lust der Vergangenheit, die sich schamlos mit der eigenen Gegenwart einlässt. Mein Ich beschreibt, wie es in Position geht. Ein späteres Ich stellt dann fest, wie falsch oder richtig es ist/war, positioniert sich selber neu und so fort… Eigene Texte verschwimmen im Dunkeln. Jedes Ich schreibt sich blind. Vom Anfang bis Ende kuscheln sich Bilder unter meinen Lidern, die ohnmächtig an einer Wand herunterrutschen, wie zähflüssiger Honig. Meine Zunge rudert durch die Worte, die meine Finger choreografieren, so als wären es Bälle, Keulen, Bänder, die ich zur Hand nehme, um anzugeben vor mir selbst. Ich gehe von Schweigen zu Schweigen. Und schubse mich weiter von Wort zu Wort. Satzniederschläge lassen schnell den Keller voll laufen, der all meine Bilder beinhaltet. In Gläsern regaleweit eingemacht für dürre Zeiten.

Kunst=Reflexionen

…will sagen …“Sun sun sun / Burn burn burn / MOON, MOON, MOON / I will get you…“ denn was bedeutet mir Kunst anderes als solche schlaglichtartigen, fast irren Betrachtungen/Beschreibungen über die Bedingungen des Menschseins… „Some outlaws lived by the side of the lake / The minister’s daughter’s in love with the snake / Who lives in a well by the side of the road / Wake up, girl! We’re almost home / We should see the gates by mornin’ / We should be inside by evening / I am the lizard king / I can do anything*“… = KUNST

(* Jim Morrison)

Die Wahrheit der Formen

In der vergangenen Nacht erschien mir im Traum ein König, der Barack Obama glich. Er war mir ein Monarch als weiser Ratgeber. Barack Obama stellte vielleicht diese positive Vaterfigur dar, für die ein König bekanntlich im Traum steht. Schien mein Vater-Kind-Verhältnis hier von einer Art Abhängigkeit geprägt? So wie es Traumdeuter fragen. Ich weiß es nicht. Ich habe vielmehr gelesen, dass das Symbol des Königs im Traum das Streben nach Vereinigung mit sich selbst darstellt. Es geht bei dem Traumsymbol „König“ um verdrängte Gefühle, die ich mir bewusst machen sollte. Auf einer spirituellen Ebene erhält das Traumsymbol „König“ zudem Bedeutung als eine schlummernde Kraft, für Erfolg und den Sieg über zerstörerische Energien sowie für neue Freundschaften oder Beziehungen. Ein spannendes Bild, finde ich. Könige galten im alten Ägypten z.B. nicht als selbstherrliche Machthaber, sondern als Inkarnationen der Sonne. „In der Tat“ schreibt Eugen Drewermann, „ist der Vater, der König oder der Gott in den Mythen und Märchen … ein Symbol für den regierenden Teil der Psyche, also für das Bewusstsein… die Not, die der König erleidet …/…/… mag nur das verdrängte Gegenbild zu der bewussten Lebenseinstellung Heilung bringen. Dieses Gegenbild, das bei einem männlichen Träumer für gewöhnlich in weiblicher Gestalt symbolisiert wird, hat C.G. Jung… die anima genannt.“ (Eugen Drewermann; Tiefenpsychologie und Exegese, Band 1) Und wenn der König dann auch noch in den Worten von Robert D. Laing zu mir spricht, dann ist es ein ungeheurer guter Traum gewesen. Von mir als Künstler.

Das Wunderland hinter den Jalousien (Du fragst dich was wohl kommen wird)

Allgemein betrachtet werden heruntergelassene Jalousien im Traum als ein Hinweis an den Träumenden verstanden, dass er in der Wachwelt einer bestimmten Situation oder einem Problem mit Ablehnung gegenübersteht…

Er möchte von der Angelegenheit am liebsten nichts wissen? Doch! So wie durch eine Jalousie immer noch Licht und Luft oder Geräusche hindurch kommen, dringen auch im realen Leben die Problematiken zum Träumenden durch…

Ist die Traum-Jalousie erst einmal hochgezogen, deutet dies die allgemeine Traumdeutung dahingehend, dass der Träumende im realen Leben bereit ist, etwas sehr Persönliches von sich preis zu geben. Sieht der Träumende durch eine Jalousie im Traum hindurch, lässt sich dieses Traumverhalten als ein Sinnbild für die Neugierde des Träumenden interpretieren…

Die spirituelle Traumdeutung sieht in dem Hindurchsehen durch eine Jalousie im Traum dagegen vielmehr ein Ausdruck für einen sibyllenhaften Wissensdurst des Träumenden…