Historische Studie #1

Zeit ist stets abhängig vom Betrachter. Es gibt keine absolute Reihenfolge von Ereignissen, die für mich an allen Orten und Zeiten wahr ist. Und doch scheint mir mein Bild, über all die Zeiten hinaus, äußerst objektiv zu sein… ich nenne das eine „Historische Studie“.

ziele genau ins dunkel

Pluto ist der größte und zweitmassivste bekannte Zwergplanet unseres Sonnensystems und das am längsten bekannte Objekt des Kuipergürtels. Er bewegt sich auf einer noch exzentrischeren Bahn um die Sonne als der Planet Merkur. Um Pluto sehen zu können, ist ein Teleskop mit einer Öffnung von mindestens 200 mm nötig. Derzeit wandert er durch das Sternbild Schütze und wird 2023/2024 in den Steinbock wechseln…

Im „Café Liebe“

„Was denkt der Liebende von der Liebe? Kurz gesagt, nichts,“ notiere ich mir in/auf meinen Notiz-Blog. Und füge noch hinzu: „Der dunkelste Platz ist immer unter der Lampe.“ Diese Merksätze skizzieren für mich meine tiefverwurzelte Überzeugung, dass Fantasien im „Café Liebe“ nicht schamlos ausgelebt werden, sie müssten zerplatzen wie Seifenblasen…

Fantasien erleuchten vielmehr alle Winkel meines Daseins. Nein, das Leben im „Café Liebe“ macht keine Anstalten sich wichtig zu nehmen. Es ist nicht mehr als das Löffelchen, mit dem ich verträumt meinen geliebten Espresso umrühre, während ich gleichzeitig meine Gedanken von der Leine lasse. Sie tollen herum, mit neugierig kindlicher Fröhlichkeit. Nicht auf Befriedigung bin ich aus, sondern vielmehr auf der Suche nach Vorstellungen einer mich bezaubernden Welt. Der wahre Ursprung der Welt ist kein skandalträchtiges Bild à la Gustave Courbet, ein Bild, bei dem Skeptiker gerne die Frage in den Raum stellen: „Besitzt der Akt auf dem Gemälde überhaupt einen Kopf?“ Ehrlich jetzt? So treten Sie an ein Kunstwerk heran? Formal-analytisch. Im „Café Liebe“ mach` ich mir über so etwas wahrlich keinen Kopf. Der Ursprung meiner Welt liegt für mich nämlich vielmehr in all jenen Cafés verborgen, deren Eingangstüren allesamt als Fluchttüren funktionieren und hinter denen ich mich vor der Welt der Skeptiker in Sicherheit bringen kann.

Meine Zeit Räume

Verzögerung. Verlangsamung. Umwege. Ablenkung. All das sind zeitliche Möglichkeiten des Erotischen. All meine Aufzeichnungen zirkulieren im Rätselhaften, im Verborgenen fühlen sie sich zu Hause. Sie rekeln sich auf meinem Bett, das einer Palette gleicht.

Meine Geständnisse sind nicht wirklich vernehmbar. Und wenn doch, lauschen wir nur einem kleinen Tropfen, der singend in eine Brunnentiefe fällt… und fällt… und fällt…