Spielkarten mischt man am besten, so sagte jemand zu mir, indem man den Stapel teilt und die Hälften entweder ineinander gleiten lässt, mein Gegenüber nannte dies seine berühmte Riffle-Shuffle-Technik, oder aber, so er, man müsse sämtliche Karten in einer Hand von oben nach unten durchschieben. Ein Überhandmischen, so nannte mein neuer Freund dieses akrobatische Verfahren.
Wie aber mische ich mein Werk durch, fragte ich. Mein Ring-, mein Mittelfinger und mein Daumen halten den jewiligen Bilderstapel gespannt? Wohingegen der angewinkelte Zeigefinger gegen die Rücken des gewaltigen Bilderstapels…und was macht!? Keine Antwort. Ich schlenderte daraufhin durch meinen „Ateliergarten“ und pflückte wahllos einen kleinen Strauß Bilder.
Chrysanthemen versprühen bekanntlich Optimismus, Amaryllis ermutigen zu Entschlossenheit, Vergissmeinnicht drückt Dankbarkeit für Liebe und Freundschaft aus; meine Werke dagegen, sagte ich mir, sie welken nicht, sind aber Fragmente geworden… direkt bei ihrer Entstehung. Zusammen erspielen sie sich jedoch ein wahres Ganzes…



