Ohne Zweifel…

Ich mag, wie die Kunst sich bewegt, wie sie spricht. Ich mag ihre Sprunghaftigkeit, das Geheimnisvolle an ihr. In ihr erkenne ich einen anbrandenden Ozean, der sämtliche Lehrtafeln in einem Museum mit sich reißt. In den Armen der Kunst fühle ich mich geborgen. Kunst ist mir ein Schutzraum geworden. Und doch…

Die Kunst soll neu gezüchtet werden, von der Geschichte isoliert werden, so fordern Scheinheilige. Die Kunst soll gesellschaftlichen Bedürfnissen angepasst werden. Sie soll zahm sein, nützlich, sie soll Erträge bringen.

Ich mag die Kunst, so wie sie ist: Sie hockt in einer Glasmurmel / Zwischen Sternen / Und Blumen / Mal ist sie HIGH / Mal ist sie LOW / Mal ist sie alt / Dann wird sie jünger / Mit jedem Jahr / Das ihr noch bleibt

Die Kunst, die mir etwas sagt, sie gleicht all meinen Erinnerungen, die meine Hoffnung nähren. Sie ist weit weg von einer Realität, die selbstherrlich zwischen Oben und Unten zu unterscheiden versteht. Sie bewegt sich weit weg von einer Realität, die an Kausalitäten festhält, wie an einem abgegriffenen Rosenkranz. Solch eine Kunst ist für mich zauberhaft wertlos. Und dadurch kostbar. Unbezahlbar. In dem Augenblick, in dem ihr irgendwer, aus Lust und Laune heraus, einen immens großen Preis zugesteht, wird sie völlig sinnlos.

Und vergeht.