Verschränkte Liebschaften

Immer wieder komme ich zu bestimmten Bildern zurück, wie Gedanken sind sie wieder da, weil ich auf einem Kreis ständig geradeaus gehe. Alles fließt, alles ist in Bewegung, alles verschränkt sich.

So ist meine Kunst halt: ein mäanderndes System mit und aus mehreren Teilchen, das als Ganzes betrachtet einen wohldefinierten Zustand einnimmt. Doch anders als bei der Quantenverschränkung können meine Werke stets einem eigenen wohldefinierten Zustand bzw. Gefühl zugeordnet werden, wenn ich das denn mag.

Um das Verhalten eines Gesamtsystems (wie in der Quantenphysik) richtig erklären zu können, muss man alle seine nebeneinander bestehenden Möglichkeiten zusammen betrachten. Für mich war dies stets ein sehr poetischer Gedanke.

Ebenso die Tatsache, dass es verschiedene, aber aufeinander abgestimmte Möglichkeiten gibt, bei denen, wie in meinem Fall, die Bilder sich zusammen finden können. Alle diese Möglichkeiten haben nach der Quantenmechanik eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Und ich meine: wahrscheinlich ist das gut so