Oppenheimers Brut

Ein tragischer Stolperstein. Ein Unwesen. Eine Zeitenwende. Klare Verhältnisse erschaffen unklare Verhältnisse… trage den knochen, versenge / die nachricht der brust / im angesicht der angst / nichts ist geringer ( Robert Oppenheimer).

Cover-up

Ich denke alles noch per Hand. Somit verstoße ich gegen jede Norm. Ich heule nicht mit den Wölfen, sonder male lieber ein Gedicht, dass sich nicht lesen läßt. Ein Bild von einem Gedicht, das es wiederzuentdecken gilt, wie einen Schatz, den man tief in sich vergraben oder verdrängt hat.

„automatistisch“

Meine Kunst ist automatistisch. Sie ist von mir aus den Wörtern „Automatismus“ und „autistisch“ geschmiedet wurden. Das Schmieden eines neuen Wortes ist eine jahrhundertealte Kunst, die Handwerksgeschick, Geduld und ein grundlegendes Verständnis der Materialien erfordert. Wichtig sind die Wahl des Materials oder Motivs, das Schmiedefeuer des eigenen Herzens entzünden, das Formen bzw. liebkosen des „Rohlings“, der Idee, Wärmebehandlung, das Schleifen und ewige Polieren der Kunst. So lange die letzten Sterne noch nicht zu Eisen erstarrt sind, solange werde ich mich automatistisch bemühen.

Einfach einfach.

Zu all meinen Lebzeiten wollten Atelierbesucher oder Besucherinnen stets eins von mir wissen: Warum tue ich das, was ich mache? Schon damals gehörte diese penetrante Neugier zu einem äußerst unterhaltsamen Fragenspiel der vom Leben gelangweilten Gesellschaft. Ja, natürlich durfte jeder Mensch mich fragen, ob ich meine Blilderpracht lieber nach der berühmten Sigmund-Freud-, der Alfred-Adler-, der C-G-Jung- oder der Knaus-Ogino-Methode zu analysieren beliebe. Es gab für mich aber stets nur die eine, die immer gleiche, befriedigende Festellung: „Das sieht schlicht und einfach richtig aus.“ 

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