Barocke Kinder

Meine Kunst schmeckt nach frischgemähten Gras, nach Tautropfen in langem Haar. Die Sprache der Kunst versteht nicht zu lügen, weil sie gar nicht wahr sein will. Die Sprache der Kunst ist eher ein Gurren, ein Zirpen, ein Brummen oder Schnurren, ein Magengrummeln oder ein Herzklopfen … klopf klopf an meinem Herzensgrund entlang.

 

Mein Glashaus

… und das Herz ist beschwert mit Steinen. Damit will ich die Realität bewerfen, die vor meinen Fenstern vagabundiert. Was meine Kunst wirklich interessiert, das ist eine andere Realität. Eine Realität, die seien könnte. Um wahr zu sein, muß meine Kunst deshalb die Wirklichkeit bis zur Unkenntlichkeit verzerren.

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Kunstwerke als Erinnerungen

Kunstwerke sind die Reste von unwillkürlichen Erinnerungen, Bilder, die nicht gerplant sind, die wie von selbst entstehen, die dem Unterbewusstsein entspringen. Meine Kunstwerke sind aber ebenso Überreste meiner willentlichen Erinnerungen. Sie gleichen Puzzleteilen, die zusammengelegt mein Lebensbild ergeben würden…

Kunst, An Deinem Busen Let Me Rest.

Wir existieren als Ungeborene.

Was sind meine Werke anderes, als Reliquien von Seelenflügen. Vom Diesseits ins Jenseits. Und wieder zurück… Die Thermik hebt mich empor. In schwindelerregenden Höhen drehe ich meine Kreise, mühelos gleite ich durch das Blau meiner Träume hindurch…