Cover-up

Ich denke alles noch per Hand. Somit verstoße ich gegen jede Norm. Ich heule nicht mit den Wölfen, sonder male lieber ein Gedicht, dass sich nicht lesen läßt. Ein Bild von einem Gedicht, das es wiederzuentdecken gilt, wie einen Schatz, den man tief in sich vergraben oder verdrängt hat.

Die Symmetrie der Träume

Das größte Organisationsprinzip in der Natur unterliegt der Symmetrie. Die geniale Physikerin Emmy Noether hat uns diese Poesie geschenkt: Wasser und und Gas besitzen die gleiche Symmetrie, doch durch das Abkühlen von Wasser unter den Gefrierpunkt bricht die Symmetrie.

Ergriffen, versunken, hingebungsvoll, an etwas denkend, eingedenk, andächtig forme ich meine Bilder zu Kristallträumen, jeder Traum mit seiner eigenen Symmetrie, und dann breche ich sie ein wenig… dank meiner Kunst, diesem geheimnisvollem Spielzeug.

Gestengleiche Kunst

Was ich vorhabe, ist nicht einmal nicht richtig, es wird nicht einmal falsch sein. Mit anderen Worten: es ist schlich und einfach Kunst. Also ein Geflecht von Spiegelungen, von Ichkristallen, die sich zu der Landschaft meiner Seele auftürmen. Kunst ist schließlich das, was meine Welt wird. Nur dort sehe ich mich im Spiegelbild eines Wassers, was gerade im Begriff ist zu gefrieren. Blasen steigen noch in Schneckentempo empor, bevor sie zum endgültigen Stillstand kommen. In jedem dieser kleinen Bläschen erkenne ich dann meine Biografie, kleine Anekdoten nach einer wahren Begebenheit, die komplett von mir erfunden wurde. Und zwar vor langer Zeit und aus Eis oder auch Porzellan (s.o.)modelliert.

Ermittlungen über mich selber…

Mein Tagebuch zu führen bedeutet Disziplin, es stiftet Identität, führt mich tief in den eigenen Kaninchenbau. Dorthin, wo auch der Minotaurus haust und mit mir zusammen erst mein Ich bildet. Es bleibt halt kompliziert…

Wie immer stehe ich am Rand eines Anfangs… und blicke ihn an. Bis er auch mich anschaut. Dann gehen wir weiter… immer weiter…

Meine Kunst, meine autonome Kunst

All meine Kunst… in ihrer Autonomie… und versteckt in meinem Atelier. Ein Kunstwort fällt mir dazu ein: „Autonymität“, meine Verbindung von „Autonom“ und „Anonymität“… one secret marriage… ich bin Bräutigam und Braut in einer Person. Ich vermähle mich und nehme mir selber die Beichte ab. Das ist meine Kunst, meine autonome Kunst.