Der Abgrund als Grund

… wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein. Doch mich ficht das nicht an. Der Schatten, der aus dem Abgrund zu mir hinaufschaut, er hat ein holdes Gesicht. Er winkt mir zu. Herauf oder hernieder? Ich bin nicht klug genug, um geschlossene oder offene Zeiten zu unterscheiden, die den Abgrund längst geflutet haben. Ich bin mir eine Märchenfigur, ein geschwätziger Narr aus einem Sumpf; einem Sumpf, der einen in Frosch und Kröte verwandelt, wenn man zu lange in ihm lebt. Doch bei mir ist das jetzt so: und wenn ich nicht gestorben bin, dann lebe ich auch heute.

erinnerungen fern jeder mitte im irgendwo

Helfen mir Bilder, dass ich mich an etwas erinnere? Oder sind meine Bilder in Wahrheit die eigentlichen Erinnerungen?

Wiederhole ich mich in und mit all meinen Erinnerungen? Das was wirklich neu ist, so lautet eine These, ist nur in Form einer Wiederholung möglich. Denn um das Neue zu erkennen, muss ich paradoxerweise dem treu bleiben, was schon im bereits Vorhandenen neu ist… & daran erinnere ich mich gerade.

eine ahnung vom aufgehen

haut wie fleisch darunter verdampft gerippe und mark zerstoben in einer funkelnden wolke die aschweis erkaltete um sich dann zu verfestigen… zu einem Bild von Mutter mit Kind.

Die Philosophie, an die ich glaube, muss poetisch betrachtet werden.