#Instawahn

Mein treuer Follower Nietzsche schrieb unlängst zu einem anderen Bild von mir: „Hätten wir nicht die Künste gutgeheißen, so wäre die Erkenntnis der allgemeinen Unwahrheit und Verlogenheit unserer Zeit – und auf der anderen Seite die Freude an Deinem Wahn und dem Irrtum als eine Bedingung des erkennenden und empfindenden Daseins; – gar nicht auszuhalten, mein Freund.“ Dem stimme ich restlos zu. So wie ich mich auch bei all den anderen Freunden bedanken möchte, die stets so liebevoll auf meine Werke reagieren… und seit Ewigkeiten meinen Weg begleiten.

Ein Block voll Zeit

Blockzeit bezeichnet eine bestimmte kosmologische Vorstellung. Dabei wird die Gesamtheit der Zeit, also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, als gleichermaßen gegeben und real aufgefasst…

Konkurrierende Standpunkte sind Präsentismus (nur Gegenwärtiges ist real) und Possibilismus (nur Gegenwärtiges und Vergangenes sind real gegeben, die Zukunft ist insofern offen, als unterschiedliche Möglichkeiten realisierbar sind). Da steh‘ ich nun, ich armer Tor, Und bin so klug als wie zuvor!

Und sehe meinen Block voll Zeit… Und tu‘ nicht mehr in Worten kramen.

Kratzspuren am Nebenhimmel

Was ist wirklich – abgesehen vom Blick unserer Augen? Wenn ich mich auf die katatonischen Wellen meiner Farben einlasse, dann will mir meine Kunst oft wie eine längst vergessene Orakel-Methode zur Beantwortung von Zukunfts- oder Entscheidungsfragen erscheinen. Je heller eine Farbe, desto zufriedener und ausgeglichener ist mein Ich, das ganz Auge ist und sich in dem Bild verliert. Deutet eine dunkle Farbe im Gegenzug dann auf eine seelische Belastung oder Probleme hin? Wie sollte ich das beantworten können oder wollen, sehe ich doch mit Genugtuung, wie taub ich bin… taub für die in Zungen redenden Orakelsprüche meiner eigenen Kunst. Und ich selber erscheine mir am Ende allenfalls wie eine Figur, getrieben von Liebe, um sich von meinem gemalten Himmel mit einem Gefühl von Zufriedenheit abzuheben.