Ein Flirt mit weiter zurückliegenden Werken

Ich messe die Zeit … Aber ich messe nicht die Zukunft, denn diese ist ja noch nicht, ich messe auch nicht die Gegenwart, denn sie hat keine Ausdehnung im Raume [heißt: ‚keine zeitliche Ausdehnung‘], ich messe auch nicht die Vergangenheit, denn sie ist nicht mehr. Was also messe ich? Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt.

Im Spiel vereint: Augustinus Aurelius, Buddha & ich.

Ach… „Ich weiß, wer ich war, als ich heute morgen aufstand, aber ich glaube, dass ich mich seitdem mehrfach verwandelt habe.“ —  sag ich zu mir, als Lewis Carroll verkleidet.

Retrospektive

Das Phänomen der Zeit wurde mir zu dem Zweck gegeben, um eine Ordnung zwischen den einzelnen Dingen herzustellen. Meine kleinste Retrospektive besteht deshalb nicht aus einem Bild, sondern aus zwei Bildern. Zwischen „Dornröschen“ und „Georg Trakl“ spielt sich mein Leben ab, blüht mein Werk.

Mutter mit Kind

Das erste Vorbild, auch im Wortsinn, das Bild, das ein Mensch als erstes vor Augen hat, ist fast immer das Bild der Mutter. An diesen nicht selbst ausgesuchten Vor-Bild bildet sich das Ich des Menschen. Der kleine Mensch lernt, wer er ist; er lernt, ob die Welt es gut mit ihm meint… oder eher nicht.

Auf unserem Bild heißt das Kind Arthur Schopenhauer. Es betrachtet seine Mutter und ist von folgendem überzeugt: „Mit mehr Fug, als das schöne, könnte man das weibliche Geschlecht das unästhetische nennen. Weder für Musik, noch Poesie, noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit; sondern bloße Aefferei, zum Nutzen ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektiren und vorgeben.“ Ach, armer Arthur. Love is the answer / It’s the answer to the questions in your mind / Love is the answer / It’s the answer, if you’re looking you will find…

Jedes Auge bekommt ein Herz geschenkt

Vor mir legt ein Raum, der sich teilt und teilt und teilt, in eine chaotische, aber nicht zufällige Attraktion. Ich nehme dort eine Parade ab, nehme den Königsweg, der die hin und her ziehenden Göttinnen direkt zu mir führt… direkt in meine Fingerspitzen. Und von dort in mein Herz.

Veröffentlicht unter Kunst

Heilige verborgen im Schilf

Jede Kunst entsteht im allerintimsten Raum, in einem einsamen Schilfgürtel, der das Leben des Künstlers ist. Dieser Schilfgürtel entspricht einer gewaltigen Kathedrale, die gleichwohl Platz in einer Handtasche findet, erbaut von und für halluzinogene Heilige.