Mein lieber Mann

Max Liebermann? Du fehlst… Von 20.7.1847 bis 8.2.1935 war nicht genug Zeit zu fressen und zu kotzen… komm… Laß uns der heutigen-künftigen (Kunst)WWWelt die Zähne zeigen… 

(Evtl. hätte ich hinzufügen sollen: …der heutigen Realität die Zähne zeigen)

Mein eigenes Selbstverständnis neu „verbildern“

Bilder als Widerstandsgesten? Oder Fürbitten?

Die Bilder Anerkennung von etwas Anderem. Anders-Malen. Anders Kunst verstehen. Neu begreifen d.h. verbildern… drum peitsche mich…

Kunst als mein Aufbegehren gegen eine vor Sinn triefende Vermittlung.

Drum peitsche mich zu meiner Lust aus meiner goldenen Wolke heraus, damit ich nackt und bloß erscheine. Dann leb ich hundert Jahre und mehr…

… glücklich in mir selbst, an einem Sonntag, der keine Jahreszeit besitzt.

Uhrmacher und Genies

Jede Uhr zeigt uns die Zeit an. Fragt uns jemand, welche Stunde geschlagen hat, wir können es dank einer Uhr beantworten. Aber wenn wir das Phänomen Zeit erklären müssten, dann wird es kompliziert. Sicherlich ist mit der Zeit nicht nur ein Zusammenspiel und Zusammentreffen von Unruh, Kugelumlauf und oder Pendel gemeint. Zeit ist höchstwahrscheinlich vielmehr als uns alle Uhren der Welt zusammen anzuzeigen vermögen…

Und ich? Ich bewege mich auf meinem Zeit-Lebens-Strahl geradeaus im Kreis, so will es mir erscheinen. Verschiedene Enden aus unterschiedlichen Zeiten werden zu neuen Anfängen verbunden, damit meine Kunst im Jetzt erblühen kann.

Sexuelle Raserei

Albert Langen und Olaf Gulbransson werden von einer Abstraktion besucht. Oder sollte ich schreiben „heimgesucht“…? Ich denke, sie werden selber wissen, was sie davon zu halten haben.

Längst ist mir meine Kunst eine Allusion geworden, (auch) ein literarisches Stilmittel, mit dem ich einen Sachverhalt kurz und bündig, jedoch nur andeutungsweise umschreibe oder zeichne.

Einfach existieren

Der Sinn meines Spiel ist einfach, ich mag meine Grenzen aus Kreide und Zeit malend verwischen…

Die Ekstase der Melissa McCarthy ist mir dabei wesentlich näher, als die Verzückung der heiligen Teresa.

Gerade jetzt, da wir als Menschen trotzdem tanzen. Und existieren.

Einfach?

Existieren.