Der Wille zur Lust

„Der Wille zur Lust“ von der Philosophin Svenja Flaßpöhler hat mir bis dato eine Menge Lust beschert. All ihre Aussagen und Überlegungen verschaffen stets eine Menge Freude. Ihr Werk, ich habe es geradezu ausgewaidet, so als wäre mein Zartgefühl nur ein Schatten.

Barockes Detail

Fakt ist, ich missbrauche den Barock nicht. Im Gegenteil, ich genieße seinen Schwung in jedem Detail. Verliebe mich in seine kleinen, feinen sinnlichen Anspielungen. So betrachtet, bezeichne ich mich sehr gerne als einen barocken Minimalisten.

Ein Reset Seufzer

gestern erst war ich prothea / morgen werde ich auferstehen / all das ist wahr / war wahr / wird wahr sein / wie ein letzter satz / der protokoliert wird / und sei es nur ein seufzer / er wird festgehalten / in lautschrift / gemeißelt in einen stein / flankiert von zwei rosenstöcken / auf einem rasenstück

Mein Federschicksal

Was erklären? … es ist kompliziert. Als Künstler erlebe ich ein einziges Federschicksal. Tag für Tag. Nacht für Nacht. Jahr für Jahr. Traum für Traum. Immer und immer wieder werde ich von einer Böe fortgerissen und lasse mich treiben… Ich nehme den Wind, der mich von Ort zu Ort, von Idee zu Idee bringt, eigentlich garnicht richtig wahr.  Zwar glaube ich, dass ich es bin, der handelt, aber in Wahrheit schwebe ich nur so dahin. Der Wind hebt mich sanft an und trägt mich von Bild zu Bild.

nachdenklich

… ein übler Monat, er treibt Flieder aus der toten Erde, mischt Erinnerung mit Lust. Das soll wohl heißen: Ein modernes Kunstwerk ist unverständlich. Es wirkt wie ein Schock oder das Hereinbrechen eines Traumas. Aber so habe ich das wirklich noch nie gesehen. „Wo ist die Faust, wenn die Hand geöffnet ist?“ Ist es nicht in Wahrheit das, was wir schon immer über Kunst wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten?