West Points

Das Werfen der Rasterpunkte (meine „West Points“) ist für mich der symbolische Höhepunkt am Ende einer kleinen Abschlusszeremonie; bevor es dann mit neuen Artikeln & Arbeiten auf meinem Blog direkt weitergehen soll.

Honigsüße Gedanken Bilder

Warum so viele Bilder? Ständig und drei Tage. Nun, oft wird ein neues Zettelchen mir ins Haar geflochten oder ein neuer Knopf angenäht. Ich höre etwas, dass nicht mir gilt, dann lese ich etwas, was exakt zu mir passt. Dann vergesse ich das aber alles wieder. Und kleide mich neu. Schlüpfe in Klamotten, die mir zu groß sind, trage Wäsche des anderen Geschlechts oder ziehe mich aus bis aufs Mark. Mein Spiegel weiß sich oft kein Bild von mir zu machen. Und ich kann ihm dabei auch nicht recht helfen. Ist er blind oder nur alt geworden? So frage ich den Spiegel und er mich. Beide bekommen wir stumpfe Flecke. „Verstehe“ nickt mein Gegenüber und fügt als Ratschlag hinzu: „Wenn unser rastlos Grübeln endlich schläft und ruht! / Schick etwas Honig, der das Haus versüße…“ So ist das eben mit der Kunst.

An lichtgewobener Kette

Aus meinem Skizzenalmanach: „An lichtgewobener Kette muß ich hängen / Aus hohen Himmeln in das trübe Leben, / Genötigt hin und her zu schweben, / Weil sanfte Ätherwellen mich bedrängen…

Man haucht mich an mit Worten und mit Klängen, / Und schon will meine Flügelwaage beben. / Um die Erschütterungen aufzuheben, / Dreh ich mich in den ewigen Gesängen…“ (Ach, Hugo Ball, mein guter Freund, Du formulierst exakt die Worte, die es verstehen meinen Engel ganz tief in seiner Seele zu berühren und ihn zauberhaft für mich beschreiben. Und ich fürchte mich deshalb auch nicht vor ihm, diesem Wesensbild der eigenen Person. Im Gegenteil.) Denn „so sieht man wohl in frommen Kemenaten / Aus Watte und aus Werg an einem Faden / Die Geistestaube schweben im Geviert.“