The Times They Are A Changing

Bob Dylans Variationen der Matthäus-Passage aus Kapitel 19,30 („Aber viele, die jetzt vorn sind, werden dann am Schluss stehen, und viele, die jetzt die letzten sind, werden schließlich die ersten sein“) verdeutlichen …, dass es in „The Times They Are A-Changing“ unbestreitbar um einen radikalen Veränderungsprozess geht. (Literaturkritik von Matthias Bergert)

Reines Lebensgut: kein Werden, kein Vergehen, kein Sein.

Was bin ich anderes als eine wahrgenommene Form der Veränderungen und-oder die Abfolge von zurückliegenden Ereignissen. Doch gefühlt bin ich der Zeit voraus. Und niste mich ein in alten Bildern mit ganzen Kaskaden von Reizen und Berechnungen hinter dem Rücken dessen, der Ich ist; gespiegelt in einem Kristall (aus Zeit), der von einem einmal vorkommenden Gegenstand Hunderte von kleinen Abbildern zeigt, ohne dass der Gegenstand dadurch wirklich vervielfacht würde.

echte Spuren, echte Zeichen

Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen: / Wie kann das sein, daß diese nahen Tage / Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen? / Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt… /… daß alles gleitet und vorüberrinnt. Ein Wechsel von Stimmen und Echos rückt mehr und mehr ins Sichtbare. Oder umgekehrt, das Sichtbare ermöglicht mir jetzt den geliebten Wechsel von erzählenden Stimmen und ihren Echos. Nichts wird mich vor Missverständnissen schützen können, schon gar nicht die Poesie, die Chance und Gefahr zugleich, das Wort für mein eigenes Bild ergreift. Doch streicht sie durch das Chaos und ordnet es für mich.

Gedanken eines Blogwarts; mit heitern Strahlen und heil’ger Poesie!

Warum ich nur hier zu finden bin, so fragst Du mich? Nun, ich bin Du geworden. Nur hier bist Du auch ich. Instagram bringt keine Schmetterlinge hervor, sondern nur Vertreter*innen der Gespenstschrecken, einfarbig apfelgrünen Exemplaren oder auch komplett dunkel- und seltener hellbraun gefärbte. Für eine Liebe zum Wundersamen gehört die Lust der Verpuppung an einsamem Ort, Barmherzigkeit, im eigenen Hause. Dort wo man alleine Himmel und Erde bewegen kann. Wo zwei längst eins sind…

Nur die Gegensätze lehren einen die Welt kennen: Wer nicht ums Dunkel weiß, kann das Licht nicht erkennen.

Die Freude des Künstlers

Die Ersatzbefriedigungen, wie die Kunst sie bietet, sind gegen die Realität Illusionen, darum nicht minder psychisch wirksam dank der Rolle, die die Phantasie im Seelenleben behauptet hat. Die Rauschmittel beeinflussen unser Körperliches… (Zitiert aus „Das Unbehagen in der Kultur“ von Sigmund Freud.)

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer

Und man darf wohl aufseufzen bei der Erkenntnis, daß es einzelnen Menschen gegeben ist, aus dem Wirbel der eigenen Gefühle die tiefsten Einsichten doch mühelos hervorzuholen… Irgendwie steckt die Angst hinter allen Symptomen, aber bald nimmt sie lärmend das Bewusstsein ganz für sich in Anspruch, bald verbirgt sie sich vollkommen, daß wir genötigt sind, von unbewusster Angst – oder wenn wir ein reineres psychologisches Gewissen haben wollen, da ja die Angst zunächst nur eine Empfindung ist – von Angstmöglichkeiten zu reden. (Zitiert aus „Das Unbehagen in der Kultur“ von Sigmund Freud.)

Goya, Kominsky, Anima & ich.